Veränderung als Antrieb
Holzhandelsunternehmen des Jahres 2026
Die Thalhofer-Gruppe präsentiert sich als Unternehmen, das Tradition und Moderne überzeugend verbindet. Der Holzkurier zeichnet den Betrieb als „Holzhandelsunternehmen des Jahres 2026“ aus. Diese Ehrung würdigt den Mut, Verantwortung zu übernehmen, die konsequente Bereitschaft zur Weiterentwicklung sowie die Fähigkeit, Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen mitzunehmen.
Nachhaltigkeit im Detail
Sortiment immer komplexer
Der Wandel in der Industrie führte zu einer Ausweitung der Varianten-vielfalt. Für den Handel bedeutete das eine erhebliche Herausforderung: Produkte werden technisch anspruchsvoller, die Abstimmung zwischen Herstellern und Verarbeitern intensiver. In der Thalhofer-Gruppe ist man diesem Trend nicht nur mit mehr Lagerfläche begegnet, sondern vor allem mit einer zunehmenden Mitarbeiterqualifizierung. Das Thalhofer-Team soll nicht nur die Produkte verkaufen, sondern den Kunden vor allem auch eine Orientierung geben. „Das gelingt nur, wenn sie die Komplexität der Sortimente beherrschen“, ist sich Thalhofer sicher. "
Eine weitere Veränderung betrifft das Selbstverständnis des Holzhandels. Viele Wertschöpfungsprozesse sind aus dem Handwerk in die industrielle Produktion gewandert. Gleichzeitig sind Bauherren und Projektleiter stärker auf visuelle und planerische Unterstützung angewiesen. Für die Thalhofer-Gruppe war dies ein wesentlicher Anstoß, Planung und Projektentwicklung als Dienstleistungen auszubauen. Das Unternehmen versteht sich heute als Partner, der Projekte nicht nur beliefert, sondern begleitet – bis hin zu Visualisierungen, Bemusterungen und individuellen Materialkonzepten.
Obwohl sich die Gruppe zu einem Verbund mit zahlreichen Beteiligungen entwickelt hat, bleibt das Denken geprägt von familiären Werten. In der Thalhofer-Gruppe setzt man auf Transparenz, Verlässlichkeit und hat die Überzeugung, dass sich unternehmerischer Erfolg vor allem durch die
Entwicklung von Menschen einstellt. Im Unternehmen spricht man von der FAM, dem „Thalhofer-Spirit“. Hinter diesem Begriff steckt weniger ein Slogan, es ist mehr ein Rahmen, in dem Erwartungen, Haltung und Umgang miteinander klar benannt werden.
THALHOFER-GRUPPE
Gegründet: 1924 von Georg Thalhofer
Zentrale: Deisenhausen/DE
Geschäftsführer: Stefan Thalhofer
Mitarbeiter: 1100
Schwerpunkte: Holzgroßhandel, Holzimport,
Projektentwicklung mit Visualisierung
Datenveredelung und IT-Dienstleistung
Holzzentren: Affing-Mühlhausen/DE, Bayreuth/DE, Chemnitz/DE, Deisenhausen/ DE, Ellwangen/DE, Erfurt/DE, Striegel-Krumbach/ DE, Lauben-Stielings/DE, Ludwigsburg/ DE, Neu-Ulm/DE, Niederfüllbach/DE, Nürnberg/DE, Oberthulba/DE, Pfullingen/DE
Verbundene Unternehmen: Burger Holzzentrum (Asbach- Bäumenheim/DE und Ingolstadt/DE), BWE (Unterschleißheim/DE), Carl Brandt (Niederfüllbach/ DE), Gebhardt Holz-Zentrum (Cham/DE, Neumarkt/ DE), Griesshaber (Ludwigsburg/DE), Holz Steinwandel (Rottweil/DE), Bünder-Gruppe (Euskirchen/DE, Erftstadt/DE, Duisburg/DE, Wuppertal/DE und Münster/DE), Beka-Gruppe (Achern/DE, Heppenheim/DE, Umkirch/ DE), Objekt + Raum (Demitz-Thumitz/DE)
Blick in die Zukunft
„Wie sich die nächsten fünf oder zehn Jahre entwickeln werden, lässt sich kaum prognostizieren“, sagt Thalhofer. Die Branche befindet sich in einem stetigen Veränderungsprozess. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Die digitale Transformation ist noch längst nicht abgeschlossen. „In der Thalhofer-Gruppe sehen wir diese Unsicherheiten als Teil jener Dynamik, welche das Unternehmen seit Jahren antreibt. Entscheidend ist die Bereitschaft, als Team handlungsfähig zu bleiben und sich gegenseitig zu stärken. Wer Erfolg als gemeinsame Leistung versteht, dem fällt es leichter, auch in unruhigen Zeiten Orientierung zu geben“, bekräftigt der Thalhofer- Geschäftsführer.
100 Jahre Geschichte
Die Wurzeln reichen zurück bis 1924, als Georg Thalhofer ein Gewerbe für den Handel mit Holz und landwirtschaftlichen Produkten anmeldete. Bereits 1938 lässt er den Betrieb als Holzhändler ins Handelsregister eintragen. Mit diesem Schritt hat sich das Unternehmen endgültig auf Holz spezialisiert. Nach seinem Tod 1962 übernehmen seine Gattin Maria Thalhofer und deren Sohn Dr. Karl Thalhofer die Verantwortung. In dieser Zeit entstehen zwei neue Standorte, das Unternehmen etablierte sich als regionaler Versorger für Endkunden und Handwerk. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich auf 65, man hatte bald drei Standorte und setzte auf einen >wachstumsorientierten Kurs.
All das gelang, während Dr. Karl Thalhofer hauptberuflich als Notar tätig war. Bald arbeitete auch die nächste Generation im Unternehmen mit: Stefan Thalhofer absolvierte in den 1980er-Jahren seine Ausbildung im Holzgroßhandel. Er entscheidet sich früh dafür, die Familientradition fortzuführen. 1989 wird Stefan Thalhofer mit nur 22 Jahren Gesellschafter, sein Vater gibt seine notarielle Tätigkeit auf, um sich gemeinsam mit dem Sohn um die Unternehmensentwicklung zu kümmern. In den folgenden zwei Jahrzehnten wächst das Unternehmen auf acht Standorte. Sechs davon werden neu errichtet. Der Fokus lag auf Schreiner und Tischler im Umkreis von 80 Kilometern. Das Sortiment konzentrierte sich vor allem auf Platten, Türen und Böden.
Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Dr. Karl Thalhofer im Jahre 2010 führte Stefan Thalhofer das Unternehmen allein weiter. „Mit der Integration der Firmen Burger Holzzentrum und Carl Brandt in den Jahren 2014 und 2015 haben wir mit den Zimmerern und Holzbaubetrieben eine neue Zielgruppe in die Gruppe bekommen“, erinnert sich der Geschäftsführer. Er hat auch das Geschäftsfeld Import gestartet. „Diese Entwicklung schuf neue Möglichkeiten und war somit der Startschuss für die Erweiterungen und die Entwicklung der vergangenen zehn 10 Jahre“, bestätigt Stefan Thalhofer. Heute steht die Thalhofer-Gruppe für ein Zusammenspiel aus Holzgroßhandel und -import, Projektentwicklung mit Visualisierung sowie Datenveredelung und IT-Dienstleistungen.